Frommes Lexikon
Wörtlich: „So sei es!“ Wird am Ende einer Predigt vom Prediger verstanden als „So ist es nämlich!“ Von der Gemeinde jedoch als „Sei’s drum...“ Und von der ungeduldigen Jugendgruppe als „Na endlich!“
a) „Der Bus ist da!“ Oder: „Alles einsteigen bitte!“
b) Mahnende, anklagende, aufrüttelnde Predigt mit dem Ziel, bei den Hörern eine inner Umkehr zu bewirken. Ja nachdem, wie laut der Bußruf tatsächlich gerufen oder von der Kanzel gesschrien wird, bewirkt er auch das Gegenteil.
a) Im außerkirchlichen Gebrauch heißt das einfach „gut“, „faszinierend“. Man spricht etwa von einem „charismatischen Blues-Gitarristen“.
b) Das Neue Testament bezeichnet alle Christen als mit „Gnadengaben des Heiligen Geistes begabt“ und ausgerüstet. Wörtlich also: „geistbegabt“.
c) Im innerkirchlichen Gebrauch bezeichnet es die Fähigkeit, von einer Minute auf die andere hochgestimmt, hingebungsvoll und fast verzückt glücklich beten zu können. Oder besonders enthusiastische Gottesdienste gestalten zu können, bei denen die Nachvollziehbarkeit der Aussagen und die Anzahl der Refrain-Wiederholungen unerheblich sind gegenüber dem, was „sich tut“.
Wenn Dias unverglast, im billigen Papprahmen, vor die heiße Lampe des Dia-Projektors gesteckt werden, wölben sie sich manchmal und zeigen ein unscharfes Bild. Der fachkundige Optiker unterscheidet zwischen Wölbung nach außen (Dia konvex) und Wölbung nach innen (Dia konkav). Die Abkürzung „Dia-Kon“ lässt beide Wölbungen zu, da der Diakon als Handlanger des Pfarres, Sklave der Jugendgruppe oder auch Kellner des Seniorenkreises in dogmatischen Fragen flexibler sein kann als sein Dienstherr.
Gemütliches Beisammensein mit Getränken, Chips und Salzstangen, das je nach Art der Teilnehmer mehr einer Beerdigungsnachfeier oder mehr einer Geburtstagsparty ähnelt. Immer aber mit einem gemeinsamen Gebet endet.
Mickriger menschlicher Begriff für eine grandiose göttliche Welt
a) Kot von Wildtieren. Findet man morgens im Wald.
b) Kleines Büchlein mit Bibelversen aus dem Neuen und Alten Testament, dem Christen einen Merk- oder Denk-Satz für den Tag entnehmen. Findet man morgens auf Nachttischen und neben dem Frühstücksgedeck. 1731 brachte der Missionar Nikolaus Graf von Zinzendorf für die Mitglieder seiner Herrnhuter Brüdergemeine erstmalig solche Losungen für jeden Tag heraus.
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